Hallo Welt!

Hallo Welt!

Hallo Welt.

Ein typisch einleitender Satz aus der Branche. Mit diesem Beitrag möchte ich, Sven Scharmentke, der Geschäftsführer von Liasoft mich selbst und das Unternehmen vorstellen.

Wenn ich an die letzten Jahre zurück denke, was alles dazu geführt hat, dass Liasoft jetzt hier so ist wie das Unternehmen nun mal ist, so ist das schon eine sehr interessante Geschichte und ein interessanter Werdegang.

Ich selbst bin eigentlich ausgebildeter Software-Entwickler und habe mit Geschäftsführung im herkömmlichen Sinne eigentlich nie etwas zu tun haben wollen. Nun ja, eigentlich.

Vor gut zwei Jahren, also im Jahr 2015 habe ich einen sehr guten Job, den ich bei Treesoft in Lindlar hatte von heute auf morgen aufgegeben. Ich bin mehr oder weniger ins kalte Wasser gesprungen und wusste nicht ob das richtig ist was ich da gerade anstelle. Nein, da habe ich nicht Liasoft gegründet. Ganz im Gegenteil. Als alleinerziehender Vater ist der Arbeitsalltag oft einfach nur eine Qual. Du siehst dein Kind nur wenige Stunden am Tag – den Rest der Zeit ist dein Kind bei einer Tagesmutter. Ebenso musst du dich für jede Situation rechtfertigen. Diese Situation kennen viele Eltern die Arbeiten gehen.

Da ich pünktlich meine drei Jahre Berufserfahrung im Sommer 2015 voll hatte und mich somit als Berufseinsteiger für ein Studium qualifiziert habe, dachte ich mir – dass ist die Lösung. Studenten haben Zeit. Eine Wohnung hatte ich schon, ein Auto ebenfalls und komplett eingerichtet war ich auch. Also schaffe ich es doch mit etwas weniger Geld als vorher über die Runden zu kommen und kann mich während mein Studium auf meinen Sohn konzentrieren. Ohne zu wissen was ich da genau mache, habe ich den versuch gewagt und bin ins kalte Wasser gesprungen.

Parallel dazu habe ich mich beim Microsoft Student Partner Programm beworben. Die Student Partner sind technologiebegeisterte Studenten die Spaß daran haben auf der Bühne zu stehen und anderen Leuten etwas beizubringen. (mal von den ganzen schönen Benefits abgesehen!)

Da stand ich also, mitten in meinem neuen Leben. Ich bin Student und nicht mehr technischer Leiter eines weltweit operierendem CAD, CRM und ERP Hersteller. Plötzlich musste ich wieder die „Schulbank drücken“ und hatte gefühlt ohne Ende Freizeit.

Ich selbst bin ein liebevoller und fürsorglicher Vater eines mittlerweile drei jährigen Sohnes.

Wie kam es zu Liasoft?

Direkt hat das alles mit Liasoft so nichts zu tun, aber es führte zur Gründung von Liasoft. Dazu muss man wissen, dass ich mit zwei sehr guten Freunden (Philipp und Jascha) schon seit Jahren in meiner Freizeit zusammenarbeite. Um hierzu noch einmal kurz in die Vergangenheit zu blicken; Im Jahr 2014 hatten Philipp und Jascha ein Projekt im Bereich Computer-Bots für Spiele umgesetzt. Sie haben einen World of Warcraft Bot entwickelt und durch eine externe Agentur verkauft. Als ich 2014 Vater geworden bin kam gerade frisch das Spiel Hearthstone auf dem Markt. Ein neues Spiel, viel Hype und viele Spieler und potentielle Kunden, dachte ich mir. Nach kurzen Gesprächen war klar, hier müssen wir zusammenarbeiten und etwas auf die Beine stellen. Gesagt, getan und gemacht.

Innerhalb von wenigen Monaten habe ich den weltbesten und erfolgreichsten Hearthstone Bot in Zusammenarbeit mit den zwei entwickelt und veröffentlicht. Als der Bot bei diesem Kartenspiel während einer Live-Übertragung gegen den weltbesten Spieler zu den Zeiten gewonnen hat ging ein kleiner Traum in Erfüllung. Wir waren überall in den Medien der Szene, waren bekannt und wurden gefeiert und geliebt.

Wie gewonnen, so zerronnen.

Der Erfolg hielt leider nicht lange an. Eines Abends nach einem langen Arbeitstag komme ich nach Hause, direkt an den Computer und schau mir an was so aktuell ist. Blizzard hat einen Patch für das Spiel veröffentlicht. Der Bot funktioniert nicht mehr. Die Kunden jammern. Ein Update musste her. Schnell das Update gemacht und plötzlich klingelt mein Telefon. Rod Rigole, der leitende Anwalt von Blizzard Entertainment aus Amerika war am Telefon. Lange rede kurzer Sinn, nach einer Unterlassenserklärung die wir alle drei unterschrieben haben, sind wir aus dem Geschäft ausgestiegen.

Die Domains, die 50.000 Menschen Community, der Code, alles weg.

Wir hatten einfach Angst uns vor Gericht mit Blizzard auseinanderzusetzen. Erst neulich im vergangenen Januar hat das BGH entschieden, dass Reverse Engineering von Spielen unter bestimmten Umständen absolut legal und erlaubt ist. Doch die jahrelange Rechtsstreitigkeiten hätten wir uns zu diesem Zeitpunkt nicht leisten können und von daher war es die beste Entscheidung.

Aufhören? Keineswegs.

Selbstverständlich haben wir nicht komplett aufgehört. Wir wussten, dass man in der Branche gut verdienen kann und haben zwei volle Jahre an einem System gearbeitet. Einem System das es uns ermöglicht einen Bot innerhalb von wenigen Tagen für ein komplettes Spiel zu entwickeln und zu veröffentlichen.

In der Zeit sind viele aufregende Abfallprodukte entstanden, 3D Scanner für virtuelle Welten, komplett programmierbare Combat Behaviors, Lizenz-Systeme und vieles mehr.

Mitte 2016.

Mitte 2016 waren wir endlich so weit, dass wir einen Neustart wagen wollten. Leider hat uns das nötige Startkapital gefehlt. Reserven von früher?

Nope, leider nicht. Und wie soll man sonst als Student Startkapital aufbringen wenn man denn kaum was verdient und keine Schulden machen möchte? Ist also schwierig.

Der eine Auftrag der alles verändert hat.

Mit meinem Kleingewerbe habe ich letztes Jahr von zu Hause aus Geld in meinem alten Job und bei meinem alten Arbeitgeber verdient. Ich habe von zu Hause entwickelt und konnte Rechnungen schreiben. Trotzdem hatten wir immer noch das Problem mit dem Startkapital. In den Semesterferien im Sommer von 2016 hat sich alles verändert. Eine glückliche Auftragslage in einem ganz anderen Bereich für einen Kunden hat uns das nötige Startkapital eingebracht.

Schnell wurde Liasoft gegründet. Der Name Liasoft ist meinem Sohn Finnley Liam gewidmet. Liamsoft ist schwierig auszusprechen, und hört sich irgendwie merkwürdig an. Also kurz und knapp – Liasoft.

Hier ist also Liasoft.

Kurz nach der Gründung haben einige Auseinandersetzungen dafür gesorgt, dass aus unserem Trio ein Duo wurde und wir hatten ein kleines Problem. Entweder launchen wir alles zusammen oder nichts. Im Grunde haben wir unser System, dass wir zwei Jahre lang vorbereitet haben von heute auf morgen weggeworfen.

Sei es drum – heute machen wir Apps.

Liasoft ist heute ein international operierendes Unternehmen mit Sitz im schönen Oberbergischen.

Nach vielen Experimenten haben wir uns schlussendlich auf Apps und Bots spezialisiert. Bots für Spiele konnten wir immer schon gut. Bots für Unternehmen, Chat Bots, Automatisierung von Abläufen, dass ist das was wir auch gut können und nun sehr gerne machen.

Zum Thema Apps haben wir in den Jahren immer wieder mitbekommen, dass Agenturen Apps entwickeln und der Kunde dann auf sich allein gestellt ist. Keine Wartung, oder nur in Verbindung mit teuren Tagessätzen. Irgendwie hat ein Komplettpaket gefehlt und genau da setzen wir heute an.

Wir entwickeln Apps für Kunden. Individuell, keine Massenabfertigung und das zu einem unschlagbaren Preis. Die Entwicklungskosten übernehmen wir, bis auf eine kleine Pauschale. Wir verkaufen hauptsächlich den Service für eine App, dass heißt wir pflegen, aktualisieren und entwickeln die App weiter.

Ein wirklich tolles Paket für Kunden und das zu einem fairen Preis.

Dieser einleitende Beitrag ist der Start einer ganzen Reihe von Beiträgen bei denen es rund um Liasoft geht und wie wir arbeiten. Wir haben das ganze „Inside Liasoft“ genannt, da wir Transparenz und Offenheit für sehr wichtig empfinden. Dazu aber dann in den kommenden Beiträgen und Rückblicken mehr.

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